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Lanzarote (Jeep Safari)

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Jeep Safari (Lanzarote 1993)

Lanzarote ist die 4. grösste Insel des Kanarischen Archipels, nur Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura sind grösser. Die Meerestiefe zwischen den Inseln Lanzarote und Fuerteventura erreicht in manchen Fällen, nicht einmal 100 Meter. Die höchste Erhebung der Insel ist der Gipfel des "Penas de Chache" mit 671 Metern. Das grösste Problem Lanzarotes mit seinen knapp 50000 Einwohnern ist aber die Wasserversorgung. Der Niederschlag des gesamten Jahres erreicht nicht einmal 300 mm, weshalb sich Gigantische Trinkwasseraufbereitungsanlagen, die durch Windkraftanlagen mit Strom versorgt werden, um die gesamte Insel ziehen. Im Tymanfaya Schutzgebiet, gibt es sogar noch Stellen an denen die Bodenthemperatur bei ca. 400C liegt, da im Jahre 1730 die fruchbarste Zone der Insel durch schwere Vulkanausbrüche zerstört wurde. Diesem Ereignis aber verdankt die Insel ihren Weltweit einzigartigen Charakter.

Die damaligen Hauptsponsoren der Jeep Safari waren: Uni Safari, Toyota und HB. Die Tour begann in Puerto del Carmen, wo wir im Hotel "LA PERLA" wohnten und führte über Arrecive, Tequise, El Rio, Haria und Uga, rund um die 795 km² grosse Insel bis zurück nach Playa Blanca. Das beeindruckenste jedoch war, dass die Mitfahrer (Hotelgäste) die Jeeps selbst steuern mussten, selbst in den gefährlichen Höhen des Timanfaya Schutzgebietes, wo man glaubt auf einem anderen Planeten zu sein. Lediglich ein Expeditionsführer (Australier) und ein Kameramann (durchgekanllter Holländer) waren die Begleiter bei diesem Event. Natürlich wäre ich gerne selbst gefahren, aber wer fotografiert kann keinen Jeep steuern und so musste ich mein und Manu´s Schiksal, in die Hände unseres Hotelnachbarn legen. Alles lief am Anfang gut bis zur Einfahrt ins Timanfaya Schutzgebiet. Nicht einmal 10 km nach dem beeindruckenden Torbogen, raste unser "Kaffee-Sachse" mit dem Jeep in eine Mauer welche nicht zu übersehen war. Riesen Stress und "Bitte keine Bilder" bettelte der Australier. Warum: "Schlechte Publicity für die Sponsoren" sagte der Kameramann (Käskopp). "Letzten Monat ist uns ein Jeep mit 5 Touris (Touristen) im Schutzgebiet den Berg runter, alle 5 Tot": sagte er mit düsterer Miene. Up´s alles andere aber das hatte ich nicht erwartet, hier mit dem Leben meiner Maus und mir zu spielen. "Dachte das wäre so eine lockere Sight Seeing Tour" sagte ich zum Holländer und der lachte nur! Warum, sollte ich etwas später erfahren. Auch stand darüber nichts in den deutschen Tageszeitungen, oder kam etwas in den Medien " Seltsam "....

Zum Glück ging die Tour dann ohne Zwischenfälle weiter und wir erreichten den höchsten Aussichtpunkt der Insel. Auf einmal Wolken wohin man sah. So ein Spektakel habe ich bis heute nicht noch einmal erlebt. Binnen Minuten verschwanden die Jeeps von der Straße in dicken schwarzen Wolken und alles war undurchsichtig und plötzlich klatschnass. Eben noch traumhaftes Wetter und jetzt, tat sich die Hölle auf. Blitze zuckten umher, alles rannte wild durcheinander zu den Jeeps, rein und bloß weg. Etliche Kilometer weiter unten war es dann vorbei und die Sonne hatte uns wieder. Nun ging es Richtung Feuerberge (Timanfaya) und wir waren alle sehr gepannt was uns erwarten würde. Es erwartete uns eine großteils unwirkliche, vegetationslose, tote Landschaft die einmal die Frucht-Zone Lanzarotes war.

B
eeindruckend war es allemal, gerade bei dem momentanen Licht und ich musste den ganzen Troß stoppen, um ein paar Bilder zu machen. Trostlos aber absolut faszinierend lag die Natur vor mir und ich dachte an das was ein alter Winzer (96) aus La Geria mir vor Tagen berichtete. Er sagte das gegen Ende 1967 bis 1969, dass gesamte Timanfaya Schutzgebiet gesperrt und von Typen in schwarzen Anzügen und Militär bewacht wurde. Keiner der Inselbewohner durfte auch nur in die Nähe des Schutzgebietes und wenn wurde man sofort verhaftet. Das Hotel in dem die in schwarz gekleideten Männer wohnten wurde 1970 geschlossen und wird bis heute (1993) bewacht. Warum auch immer ? Als ich die Story des Alten nachprüfen wollte, traf ich auf einen seltsamen Typen (bewaffent mit einer Ingram Schnellfeuerpistole) der mir zu verstehen gab, dass es hier (im Hotel) "VERBOTEN" ist Bilder zu machen und das betreten des Anwesens strafbar da es sich in Privatbesitz befindet. Oh dachte ich, vielleicht hatte der Alte doch Recht mit der Behauptung dass die Amis 1968/69 die Mondlandung hier gedreht hatten. Na wer weiß ???? Mittlerweile (2017) ist das Hotel renoviert und wieder fast unverändert in Betrieb. Oben auf den Feuerbergen das allbekannte Touristenspektakel mit brennendem Stroh auf dem Boden, Wasser das meterhoch aus dem Boden spritzt u.s.w.... Gehört halt dazu und sollte man ja auch mal gesehen haben. Nun gings weiter durch die Berge bis in die Lavafelder wo es in Strömen zu regnen begann. Bilder konnte ich nur noch auf dem fahrenden Jeep machen (leider) aber auch die sprechen die Sprache des todes. Mehrere Orte wurden hier unter der Lava begraben und machten die Landschaft zu einem Totenfeld ohne Gräber. Nach den Lavafeldern kam der Sand, der Sand von Famara. Etwas Angst hatte ich schon um meine Ausrüstung, da dieser Sand überall hinkroch, laut Aussage der Einheimischen der feinste der Welt. Jetzt ging es noch über den EL GOLFO zurück nach Playa Blanca wo erst mal ein kühles Weizen angesagt war. Neben den Rückenschmerzen und der Angst um die Ausrüstung war es ein gelungener Tag, den wir dann in Puerto del Carmen in der Hotelbar ausklingen ließen...........

J.(Linus)Schröder

(zum Betrachten der Galerie: Bitte das Bild anklicken !)

Bilder analog mit Nikon F301 u. Nikon Fm2, Optik Tokina 35-70, Sigma 75-210 und Sigma 24mm
Scan mit plustek OpticFilm 7600i SE
Software - LaserSoft - SilverFast SE

(C) Copyright by J. (Linus) Schröder 1967 - 2018 / Music - Passion-for-life-(Christian-Petermann-on-www-ende-tv)

 
 

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© J. (Linus) Schröder (LinusFilm)


11.10.2018
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